Monatszeitung für Selbstorganisation
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OLG-ENTSCHEIDUNGEnde September hat das Oberlandesgericht Koblenz (OLG) entschieden, dass es nicht strafbar ist, Soldaten des Jagdbombergeschwaders 33 (Büchel) zur Befehlsverweigerung aufzufordern und deshalb die Revision der Staatsanwaltschaft Koblenz als unbegründet zu verwerfen ist. KURT'S SURF CENTERSeit Anfang August ist ein neues Angebot im Web. Unter linkszeitung.de produzieren eine Handvoll Redakteure um den Münchner Werner Jourdan ein neues tagesaktuelles Angebot aus Sicht der Linken. In ihrem Selbstverständnis zwar parteiunabhängig bezieht sich die neue Website trotzdem unverkennbar auf die neue Linkspartei: "Dass es in Deutschland eine neue Linke gibt, beschäftigt derzeit Demoskopen, Publizisten und Politiker. Vor wenigen Tagen erst wurde die Linkspartei gegründet. Da darf eine Links-Zeitung nicht fehlen." Seite 2 THE INDYPENDENTZwanzigmal im Jahr gibt es "The Indypendent", eine linke Zeitung, die kostenlos in New York City verteilt wird. Die Inhalte und Diskussionen sind denen in der deutschen linken Zeitungslandschaft nicht unähnlich. Seite 3 MEDIENIn unserer letzten Ausgabe stellten wir den vor zehn Jahren verstorbenen Versandbuchhändler Josef Wintjes vor. Fortgesetzt wird der Bericht in dieser Ausgabe mit Berichten seiner Weggefährten Werner Pieper, Peter Salomon, Herbert Friedrich Witzel, Ingrid und Reinhard Harbaum über ihre Verbindungen und Erlebnisse mit Josef Wintjes. Seite 4/5 NEW WORK"New Work" heißt das Konzept, mit dem Frithjof Bergmann der Krise der Arbeitsgesellschaft beikommen will. Weltweit stoßen Bergmanns Ideen auf große Resonanz, die ihren Niederschlag auch in praktischen Projekten gefunden hat. Franz Nahrada hat Bergmanns Konzept von "Neuer Arbeit" mit Andreas Exner erörtert, um das Verhältnis von New Work zur Wert- und Arbeitskritik zu klären und die Chancen, damit Wege aus dem Kapitalismus zu eröffnen, auszuloten. Seite 6 WALDEKIEZ BERLIN-KREUZBERGDie "Betroffenengemeinschaft Waldekiez" in Berlin-Kreuzberg hat ein Stiftungsmodell entworfen, das verhindern soll, dass 23 Mietshäuser mit ca. 300 Wohn- und 20 Gewerbeeinheiten - derzeit im Besitz der Berliner BEWOGE - auf den "freien" Immobilienmarkt gelangen. Soziale, kulturelle, architektonische und städtebauliche Werte eines Stadtteils sollen stabilisiert und entwickelt werden. Seite 10 STATTBAU HAMBURG
1985 wurde die STATTBAU HAMBURG gegründet. Die Zeiten waren damals aufregend. Die Sanierung der innerstädtischen Wohngebiete Hamburgs war eines der zentralen politischen Themen in der Hansestadt. Jeder drohende Abriss eines Mehrfamilienhauses beschäftigte monatelang die Öffentlichkeit. Hausbesetzungen waren an der Tagesordnung. Die Hafenstraße in St. Pauli war Anfang der 80er Jahre besetzt worden und wurde zum bundesweit beachteten Projekt für die Widerständigkeit der jungen Generation. Nach mehreren Jahren der öffentlichen Diskussion um die Hafenstraße trat schließlich STATTBAU auf die Bühne, um zwischen Besetzern, Hauseigentümern und Stadt zu vermitteln. Seite 11 GENOSSENSCHAFTEN
Geschichte liegt im Trend: Die aktive Beschäftigung mit landeseigenen frühgeschichtlichen Zeiten interessiert immer mehr Menschen. Vor allem Kinder und Jugendliche wollen möglichst konkret erfahren, mit welchen Werkzeugen ihre Vorfahren arbeiteten und was sie damit abends auf den Tisch zaubern konnten. In der Lausitz machen dies ehemalige arbeitslose Menschen möglich: eine Reise in die Vergangenheit, um sich selbst eine Zukunft zu geben. Ein Bericht über die Lausitzer Zeitreisen eG auf Seite 12. Der Bundesverein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens feiert bald sein zwanzigjähriges Bestehen. Rück- und Ausblick auf Seite 13.
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