Monatszeitung für Selbstorganisation
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ÖFFENTLICHER RAUM WWWAm 20. Juni 2001 war es soweit, eine Großdemonstration im Internet gegen das Abschiebegeschäft, von dem u.a. auch die Lufthansa AG profitiert, fand im öffentlichen Raum World Wide Web statt. Mehr als 10.000 TeilnehmerInnen brachten mit ihren Zugriffen auf die Lufthansa-Website den digitalen Kranich ins Wanken, die Seite war teilweise lahmgelegt. Nun gibt es eine Anklage gegen den Anmelder der Online-Demo. STADTKOMMUNEN-TREFFZum ersten Treffen von VertreterInnen verschiedener Stadtkommunen oder -projekte in der Bundesrepublik fanden sich vom 10. bis 12. Dezember 2004 zwölf sehr unterschiedliche Menschen aus sehr unterschiedlichen Projekten in der Projektwerkstatt Saasen bei Giessen ein. Seite 2 PORTUGAL30 Jahre nach der "Nelken"-Revolution und Landreform führt eine politische Reise in den Süden Portugals. Seite 2 JUGENDUMWELTDer Jugendumweltkongress ("Jukss") fand zur Jahreswende in Magdeburg statt - wie immer Experimentierfeld für eine bunte Mischung aus Aktionen, Arbeitskreisen, Diskussionen und selbstverwalteten Strukturen. Das Ausprobieren von neuen Methoden wurde dieses Mal wieder in den Vordergrund gerückt - das zentrale Plenum und vorher feststehendes Workshopprogramm sollten zugunsten von mehr Autonomie und Selbstorganisation aufgelöst werden. Seite 3 ORGANISATION VON UNTENIn seinem Rückblick zu den Hartz IV-Demos kommt Jörg Bergstedt zu dem Schluss, dass diese "vereinnahmt, kanalisiert und poulistisch" aufgeladen wurden. Eine Kritik an Jörgs Positionen ist angebracht, findet Kurt Regenauer. Für besonders gefährlich hält er Jörgs verwendeten "Populismus"-Begriff. Mit der "Aktion Agenturschluss" Anfang Januar 2005 beschäftigen sich zwei Beiträge, der eine hält die Aktion für einen vollen Erfolg, der Beitrag von Thilo Pfennig beleuchtet diese kritisch. Seite 4/5 TRAMPEN LEICHT GEMACHTAngesichts steigender Bahnpreise stellt sich für viele, die das Geld nicht haben oder ganz bewusst ein selbstorganisiertes Leben ohne Job führen, die Frage nach alternativen Möglichkeiten, von A nach B zu kommen. Eine dieser Möglichkeiten ist das Trampen, d.h. per Anhalter mit Leuten mitfahren, die über ein Auto verfügen oder ein nicht voll ausgeschöpftes Wochenendticket. Seite 6 SOZIALFORUM VON UNTENIm Juli 2005 findet in Erfurt das erste Sozialforum in Deutschland statt. Etliche Gruppen wollen dort offene Räume mit kreativen Aktionsideen, Debatten um Utopien und politische Strategien, vielfältigen Projekten vom Radio über offene Internetplattformen bis zum Theaterworkshop sowie alternative und selbstorganisierte Formen des Alltagslebens schaffen. Seite 6 GRUNDEINKOMMEN
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GENOSSENSCHAFTENMittlerweile ist eine gezielte Beeinflussung "von Oben" aber auch Instrumentalisierung im so genannten Genossenschaftswesen Deutschlands alltäglich. Dabei ist es nicht ausschlaggebend, ob gewollt oder ungewollt. Aber die Geschichte lehrt: "In einer dirigierten Wirtschaft leben nur die Dirigenten gut!" (Zarko Petan) Lebten die Gründerväter des heutigen deutschen Genossenschaftswesens noch, sie würden dagegen Sturm laufen. Seite 13
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