GEGENMACHT VON UNTEN SCHAFFEN
Die Ausbeutung demaskieren
Ausgehend vom 3.
bundesweiten Anti-Expo-Treffen ist ein Vorschlag entwickelt worden, der an viele weitere
politische Gruppen und Zusammenhänge weitergegeben wird. CONTRASTE beteiligt sich mit
seinem Schwerpunktthema an der Diskussion und möchte dazu beitragen, Ideen, Diskussionen
und Vorschläge in die Öffentlichkeit zu tragen.
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Jörg Bergstedt, Reiskirchen - Idee ist, einen Aktionsstrang (zunächst für ca.
die nächsten 12 Monate, aber mit dem Ziel, ihn in diesem Zeitraum auch
weiterzuentwickeln) zu schaffen, der geeignet ist, dass sich die vielen Gruppen, die
hauptsächlich ein-punkt-bezogen arbeiten (Antifa, feministische Gruppen, Anti-Expo,
Anti-Atom, internationalistische Gruppen, kritische GewerkschafterInnen usw. - was auch
ohne Zweifel alles wichtig ist!), darauf beziehen und an diesen Punkten gesamtpolitische
Positionen formulieren. Oder platt: Der Kapitalismus, die Ausbeutung von Mensch und Natur
sowie der Neoliberalismus als Steigerung der Verwertungs- und Profitlogik soll umfassend
angegriffen und in Frage gestellt werden, Widerstand sichtbar und Alternativen wieder
sichtbar werden. Der konkrete Vorschlag dazu lautete: Die Globalen Aktionstage, die diese
Idee schon in sich tragen, aber in Mitteleuropa kaum beachtet werden, sowie die Expo 2000
als offene Werbung für das neoliberale Gesellschaftsmodell werden zu
Kristallisationspunkten dieses Versuches, Widerstand zu leisten, Gegenmacht von unten
aufzubauen.
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30.11. - DER ERSTE SCHRITT
Am 30.11. (parallel zur WTO-Konferenz in
Seattle) wird der nächste "Global Action Day" stattfinden. Wir rufen auf, dass
viele Gruppen und Zusammenhänge den nächsten globalen Aktionstag (30.11.) z.B. in den
eigenen Regionen umsetzen, möglichst als vielfältige Aktionsstruktur zusammen mit
weiteren Gruppen. Es geht darum, alle Formen von Aktionen und Themen der kapitalistischen
Unterdrückung, neoliberalen Umgestaltung zum Ausdruck zu bringen. Dabei geht es nicht um
zentrale Aktionskonzepte, Dominanzfragen usw. Ziel ist eine breite Aktionsvielfalt, wo
alle Gruppen ihre Ideen, Aktionen und Schwerpunkte einbringen können - aber eben in einem
Bezug mit der Forderung nach einer emanzipatorischen Gesellschaft, Selbstorganisation,
selbstbestimmtem Leben als Gegenmodell zum Neoliberalismus. Das können sein:
Neben vielen kreativen Aktionen koennen natürlich
auch große und zusammenhängende Aktivitäten entstehen, wenn in Regionen genügend
Gruppen sich darauf einigen können.
Der 30.11. soll der erste Aktionstag in
diesem Aktionsstrang sein. Wir hoffen, dass die sich zusammenfindenden regionalen Bündnisse
oder vielfältigen Aktionsformen daraus dann an der Weiterentwicklung dauerhafter
gesellschaftlicher Gegenmacht und Umgestaltung "von unten" mitwirken.
Schwerpunktthema auf den Seiten 6 bis 9.
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AKTIONSMATERIAL
Mitte Oktober ist eine Mobilisierungszeitung
erschienen mit den Inhalten dieses CONTRASTE-Schwerpunktes. Wer diese Zeitung haben will,
sollte sie bei der Redaktion "Ö-Punkte", Ludwigstr. 11, D-35447 Reiskirchen,
anfordern gegen Portokosten: